Imagefilm Storytelling: Warum Fakten heute nicht mehr reichen und wie du mit Emotionen wirklich Wirkung erzeugst
- Jan Albrecht

- vor 4 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Viele Imagefilme wirken noch wie aus einer alten Zeit: Firmengebäude in der Totale, ein paar Maschinen, Handschläge, dazu Fahrstuhlmusik und eine Liste von Fakten. Das Problem ist nicht, dass Fakten falsch sind. Das Problem ist, dass Fakten allein kaum haften bleiben und selten Verhalten verändern.
Wenn dein Imagefilm Vertrauen aufbauen, Interesse halten oder Bewerber und Kunden überzeugen soll, brauchst du Storytelling. Nicht als Hollywood Show, sondern als klare Dramaturgie, die das Gehirn des Zuschauers mitnimmt.

Harte Wahrheit: Ein Faktenfilm ist oft nur ein bewegtes PDF
Du kannst im Film zehn USPs aufzählen und trotzdem verliert der Zuschauer nach wenigen Sekunden das Interesse. Nicht, weil Menschen dumm sind, sondern weil unser Kopf selektiert:
Was emotional relevant ist, bekommt Aufmerksamkeit. Was nur erklärt, wird weg sortiert.
Dazu passt, was die Forschung seit Jahren zeigt:
Wenn Menschen in eine Geschichte eintauchen, verändert das messbar, wie sie Informationen verarbeiten und welche Einstellungen hängen bleiben.
Dieser Effekt wird in der Psychologie oft als narrative transportation beschrieben. Je stärker die Immersion, desto eher übernehmen Menschen story konsistente Überzeugungen und bewerten Protagonisten und Inhalte positiver.

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Warum Storytelling im Imagefilm besser funktioniert: Die Psychologie dahinter
1. Geschichten umgehen den inneren Werbefilter
Sobald ein Film wie Werbung wirkt, geht der Schutzmechanismus an:
Skepsis, Gegenargumente, Wegklicken. Eine echte Geschichte fühlt sich nicht wie Überzeugungsarbeit an, sondern wie Erleben. Genau deshalb sind Narrative oft persuasiver als reine Argumentation.
2. Emotion baut Marke, Rationalität erklärt nur
Die Wirksamkeitsforschung rund um Les Binet und Peter Field kommt immer wieder zu dem Punkt: Emotionales Advertising ist im Schnitt stärker für langfristigen Markenaufbau als rein rationales Messaging. Rational kann kurzfristig helfen, aber Emotion schafft mentale Verfügbarkeit, Vertrauen und Präferenz.
3. Gute Stories erhöhen Aufmerksamkeit und Erinnerung
Neuro und Verhaltensforschung deutet darauf hin, dass packende Geschichten biologische Reaktionen auslösen können, die Empathie und Handlungsbereitschaft begünstigen. Paul J. Zak zeigt in Experimenten mit Videos, dass starke Narrative mit Oxytocin Ausschüttung zusammenhängen und Einstellungen und Verhalten beeinflussen können.
Der häufigste Denkfehler in Unternehmen: Storytelling bedeutet nicht Fiktion
Storytelling heißt nicht, dass du dir etwas ausdenkst. Storytelling heißt:
Ein Mensch statt ein Unternehmen als Mittelpunkt
Ein konkretes Problem statt allgemeiner Behauptungen
Eine Veränderung statt Zustandsbeschreibung
Ein Spannungsbogen statt Aufzählung
Wenn dein Film nur sagt „Wir sind innovativ, zuverlässig, modern“, ist das wertlos. Das behaupten alle. Wenn dein Film zeigt, wie ein echter Mensch eine echte Hürde löst und warum das ohne euch nicht klappt, wird es glaubwürdig.
Wie ein moderner Imagefilm aufgebaut ist: Ein Framework, das wirklich funktioniert
1. Hook in den ersten Sekunden
Du brauchst sofort einen offenen Loop, eine Frage oder einen Konflikt, der neugierig macht. Kein Logo Intro, kein Drohnenschwenk ohne Kontext.
Beispiele für Hooks:
„Was passiert, wenn es in der Produktion plötzlich stehen bleibt“
„Warum wechseln gute Leute nicht wegen Geld, sondern wegen Gefühl“
„Der Moment, in dem ein Fehler richtig teuer wird“
2. Hauptfigur und Perspektive festlegen
Imagefilm aus Sicht von:
Kunde
Mitarbeiter
Gründer
Projektleiter
Azubi
Wähle genau eine Perspektive. Alles andere macht den Film schwammig.
3. Konflikt und Stakes
Ohne Stakes keine Spannung. Stakes können sein:
Zeitdruck
Verantwortung
Sicherheitsrisiko
Qualitätsanspruch
Stolz auf Handwerk
Angst vor Stillstand
Wunsch nach Anerkennung
4. Beweisführung durch Szenen, nicht durch Sätze
Fakten gehören rein, aber als Beleg innerhalb der Story:
Statt „Wir sind schnell“: Zeig den Sprint vom Problem zur Lösung
Statt „Wir sind präzise“: Zeig Messung, Prüfung, Detailarbeit
Statt „Wir sind nah am Kunden“: Zeig echten Dialog, echte Entscheidung
5. Klarer Schluss: Gefühl plus Botschaft plus nächster Schritt
Am Ende muss der Zuschauer wissen:
Wofür steht ihr
Was soll ich jetzt tun
Warum sollte ich euch vertrauen
Warum viele Agenturen noch Faktenfilme liefern und warum du das nicht mitmachen solltest
Ja, Unternehmen verlangen das oft. Weil sie glauben, ein Imagefilm sei eine Firmenvorstellung. Deine Aufgabe ist Aufklärung. Wenn du einfach nur bestelltes Abarbeiten machst, lieferst du ein Produkt, das zwar niemandem weh tut, aber auch niemandem hilft.
Und wenn du als Videoproduktion wirklich herausstechen willst, ist das dein Hebel:
Nicht mehr filmen, sondern besser erzählen.

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Wirkung in Zahlen: Video überzeugt, aber Qualität und Story entscheiden
Menschen konsumieren massiv Video Inhalte und lassen sich durch Videos bei Kaufentscheidungen beeinflussen. In aktuellen Umfragen geben viele an, dass Video Qualität ihr Vertrauen in eine Marke beeinflusst und dass Videos sie zum Kauf überzeugt haben. Das ist keine Garantie, dass jeder Imagefilm wirkt. Es ist eher ein Warnschild: Wenn du schon Video machst, dann bitte nicht beliebig.
Die 7 Todsünden, die deinen Imagefilm langweilig machen
Zu viele Botschaften in einem Film
Keine Menschen, nur Gebäude und Maschinen
Aussagen ohne Beweise
Generische Musik ohne dramaturgische Funktion
Kein Konflikt, kein Vorher Nachher, keine Veränderung
Zu langer Einstieg, zu spätes Thema
Ziel unklar: Recruiting, Marke, Vertrieb alles gleichzeitig
Eine simple Checkliste, ob dein Imagefilm Storytelling hat
Wenn du diese Fragen nicht klar beantworten kannst, hast du eher einen Faktenfilm:
Wer ist die Hauptfigur
Was steht auf dem Spiel
Was ist das Problem am Anfang
Was verändert sich bis zum Ende
Welche Emotion soll bleiben
Welche eine Botschaft soll hängen bleiben
Was soll der Zuschauer als nächstes tun
Fazit: Der moderne Imagefilm ist keine Unternehmensbeschreibung, sondern ein Erlebnis
Deine Grundannahme stimmt: Früher war viel Fakten, heute gewinnt, wer Emotionen erzeugt. Aber mach es dir nicht zu leicht: Emotion ohne Klarheit ist nur schöne Bilder. Fakten ohne Story sind nur Information. Ein starker Imagefilm verbindet beides, indem er Fakten in eine Geschichte einbettet, die Aufmerksamkeit hält, Vertrauen aufbaut und eine klare Entscheidung vorbereitet.



